20 Jahre Schöpf-Kelle
Interview: S. Brack
silberhoehe.de sprach mit den Akteuren der Schöpfkelle anlässlich des 20. Jahrestages.
20 Jahre Schöpf-Kelle, ein Geburtstag den Sie sicher gebührend gefeiert haben. Wie war es zum Festakt?
Zum 20 jährigen Jubiläum waren neben anderen Akteuren des Stadtteils und der Verwaltung auch unser OB anwesend. Anstelle einer langen Festrede baten wir die Gruppen und Kurse sich selbst vorzustellen. Es war schön zu sehen, mit welchem Feuereifer die Kursvertreter dabei waren, bis hin zu kleinen Einlagen ihres Könnens wie Kabarett, Haiku und Geigenspiel.
Die Schöpf-Kelle ist, wenn ich es so sagen darf, ein Tausendsassa der Veranstaltungen auf der Silberhöhe. Auf silberhoehe.de finden die Besucher die monatlichen Programmhinweise. Geben Sie uns doch bitte einen kurzen Überblick…
In unserem Hause gibt es monatlich ca. 130 bis 140 Veranstaltungen.
Unsere Fahrradwerkstatt beispielsweise gibt es seit nunmehr 9 Jahren. Hier werden bis auf die Materialkosten, die Fahrräder kostenlos repariert und durchgecheckt.
1999 wurde die Patchworkgruppe ins Leben gerufen, hier treffen sich einmal wöchentlich, immer montags, Interessierte aus den verschiedensten Berufen.
Seit 20 Jahren gibt es nun bereits in der bestehenden Töpferei, 8 Töpfergruppen im Hause an denen sowohl Kinder, 2 Gruppen des Hortes „Bäumchen“, Jugendliche als auch Erwachse teilnehmen, die Teilnehmerzahl beläuft sich auf ungefähr 100 und das monatlich.
Zusätzlich zu den wöchentlich regelmäßig stattfindenden Töpferkursen wird den Schulen Projektarbeit angeboten. Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit in den Schulferien zu töpfern.
Die Sportgruppen besteht bereits seit 14 Jahren und unterteilen sich in 3 Angebote: „Fit für Rücken und Wirbelsäule“, „Rheumaliga“ und „Gymnastik“.
In drei Gruppen mit 40 Mitgliedern wird regelmäßig Skat gespielt immer dienstags und mittwochs (s. aktuelles Monatsprogramm A.d.R.).
Mit der Geschichte der Luftfahrt beschäftigen sich monatlich 15 Mitglieder.
Seit 18 Jahren gibt es nun mittlerweile den Englischkurs im Hause. Die Gruppe der Reiserück- und Vorschau trifft sich einmal monatlich. Wer schon etwas älter ist und nicht allein reisen möchte, ist hier richtig.
Einmal wöchentlich trifft sich der Mal- und Zeichenzirkel, immer mittwochs, der 12 aktive Mitglieder zählt. Angeleitet wird er von der halleschen Künstlerin und Burgabsolventin Heike Lichtenberg.
Einmal monatlich trifft sich die Haikugruppe, die älteste japanische Gedichtform, mit 8 aktiven Mitgliedern.
Seit 2008 gibt es die Möglichkeit des Gitarrenunterrichts im Hause, wo heute 64 aktive Schüler, teilnehmen.
Seit 2013 kann man in Geige, immer montags, unterrichtet werden. Die Schüler gaben auf dem Jubiläum zum 20sten der Schöpf-Kelle eine Probe ihres Könnens.
Dienstags trifft sich das Kabarett „Die Frischzellen“ , angeleitet von dem Germanisten Dr. Volker Wein.
Die Interessengruppe der Schlesier trifft sich einmal monatlich sowie auch die Interessengruppe Sachsen-Anhaltiner /Erzgebirgler ( 8 – 10 Personen) trifft sich auch einmal monatlich.
Die LAG „Aktiv im Ruhestand“ widmet sich der politischen Bildung Erwachsener und hat verschiedene Untergruppen, eine ist z.B. „Wege aus der Isolation“.
Zum festlichen Teil. Was folgte nach der Vorstellung der Gruppen und Kurse?
Nach der Vorstellung der einzelnen Gruppen durch die Kursvertreter, gab es ein Bufett der Kochakademie. So ging der Tag bei schönstem Wetter vor dem Haus weiter mit den Kinderhändelfestspielen. Kinder der Knirpsenländer I und II, des Hortes Bäumchen und der städtischen Einrichtung „Klingklang“ präsentierten ihr Programm „Mit Pauken und Trompeten“.
Händel, durch ein Kind des Hortes Bäumchen symbolisiert, fuhr in einer Pferdekutsche vor. Im Anschluss konnte gebastelt und gegessen werden.
Wir haben an dieser Stelle silberhoehe.de über die Schreibwerkstatt in der Schöpf-Kelle berichtet. Gibt es Neuigkeiten oder weitere Informationen?
Im Projekt „Autorenpatenschaften Literatur lesen und schreiben mit Profis“ wird es am 7.10. 14.00Uhr in den Fr. Stiftungen eine feierliche Buchpräsentation geben, gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag, und dem Autorenpaten Andrè Schinkel.
Die Stadtschreiberin Juliane Blech war auch zu Gast, bei den stattfindenden Veranstaltungen der Autorenpatenschaften.
Was sind zukünftige Projekte der Schöpf-Kelle?
Es besteht die Absicht mit Schülern der Grundschule Hanoier Straße, die über einen ehemaligen Schulgarten verfügt, diesen Garten, bzw. Teile des Gartens zu rekultivieren. Eine Bienenwiese, bzw. Bienenweide soll angelegt werden, wo beispielsweise mehrjährige Kräuter wie Ysop, Bohnenkraut, Dost, Minze sowie Salbei als Gewürzpflanzen gedeihen. Einjährige Bienenweiden werden eingerichtet auf Flächen, die von Kornblume, Borretsch, Buchweizen und auch Leindotter, sowie mehrjährige Sträucher wie Himbeere, Haselnuss und Speierling bewachsen sind.
Vielen Dank für ihre langjährige Arbeit und natürlich viel Erfolg bei ihren weiteren Projekten, im Namen aller.





