Stadtteilzeitung Ausgabe 03-2016

Etablierte und funktionierende Einrichtungen erhalten!

BürgerInnen waren erneut zur Mitgestaltung der Silberhöhe über „ISEK 2025“ aufgerufen

Schöpf-Kelle„ISEK 2025“ – was ist das? Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein Konzept, das für die gesamte Stadtentwicklung von großer Bedeutung ist. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „ist ein gesamtstädtisches, integriertes Konzept, das die `Eckpfeiler´ für die Entwicklung der Stadt Halle (Saale) bis zum Jahr 2025 und zum Teil darüber hinaus setzen soll.
Als positive Vision der mittel- und langfristigen Stadtentwicklung definiert es räumliche und inhaltliche Schwerpunkte vor dem Hintergrund der aktuellen und künftigen demographischen Entwicklung“, heißt es im „ISEK 2025“.

Vorschläge für die Silberhöhe
Für den Stadtteil Silberhöhe sind in diesem Konzept verschiedene Handlungsfelder vorgeschlagen worden. So z.B., dass die Einrichtungen im Bereich der Hanoier Straße (Grundschule, Hort, Familienzentrum „Schöpf-Kelle“) als etablierte und gut funktionierende Einrichtungen für das Stadtteilleben weiterentwickelt werden sollen. Dabei wird vor allem auf den erheblichen Sanierungsbedarf hingewiesen, der durch entsprechende Maßnahmen abgebaut werden soll.
Bereits bekannt ist das Projekt der Errichtung des Landesnachwuchszentrums für den HFC – ein positiver Aspekt für die Aufwertung des Images der Silberhöhe. Am Anhalter Platz soll auf Vorschlag des Forums Silberhöhe demnächst als ein zusätzliches Freizeitangebot ein Spiel- und Rodelhügel entstehen.

Festhalten am Waldstadtkonzept
Am Waldstadtkonzept wird festgehalten, und die Gestaltung des Eingangsbereiches der Tunnelunterführung ist auch ein Thema neben vielen weiteren. Zum Beispiel steht nach wie vor die Frage, welche soziale Nutzung das „Silva“ in Zukunft erfahren könnte.
Das „ISEK 2025“ wurde am 3. November noch einmal mit den BürgerInnen öffentlich diskutiert und bis auf Weiteres wiederholt für weitere Vorschläge ausgelegt. Nun plant die  hallesche Stadtverwaltung, nach nochmaliger fachlicher Prüfung der Anregungen einen neuen Entwurf vorzulegen, über den der Stadtrat dann erneut diskutieren muss und dazu im 2. Quartal 2017 einen endgültigen Beschluss fassen sollte.

Ute Haupt

Sparkassen-Spende für Rodelhügel

Spendenscheck wurde an Forum Silberhöhe übergeben

Scheckübergabe-Saalesparkasse-SpielhügelMit dem Rodelhügel am Anhalter Platz entsteht – durch die Unterstützung von KundInnen und MitarbeiterInnen der Saalesparkasse und der Halleschen Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG – ein ganzjährig nutzbarer Spielhügel auf der Silberhöhe. Die Mittel in Höhe von 15.000 Euro, die u.a. benötigt für den Bau einer über vier Meter hohen Gummirutschbahn benötigt, hat das Forum Silberhöhe über Spendengelder eingeworben.
Mitte Oktober überreichten OB Bernd Wiegand und der  Vorstandsvorsitzende der Saalesparkasse, Jürgen Fox,  VertreterInnen des Forums Silberhöhe einen symbolischen Scheck in Höhe von 7.500 Euro.
Anfang 2017 soll die Umgestaltung des Anhalter Platzes nun beginnen.

Foto: Saalesparkasse

Kinder eignen sich kreativ IHRE Silberhöhe an

„LEO“: Foto-Ausstellung „Zeig mir deinen Lieblingsort“ und Film-Projekt präsentiert

LEO-Film-ProjektWas gefällt mir an der Silberhöhe? Was finden wir nicht so gut? Diesen Fragen widmeten sich 9- bis 11-jährige Mädchen und Jungen von der Silberhöhe während der 1. Medienwerkstatt im „LEO“-Projekt des DRK in den Herbstferien. Sie erstellten dazu in 2 Gruppen Filme mit Interviews, die die Kinder untereinander führten. Zudem wurde eine Foto-Austellung mit dem Titel „# Showyourplace – Zeig mir deinen Lieblingsort“ (in ganz Halle) gestaltet. Am 20. Oktober wurden sowohl Ausstellung als auch die beiden Filme in der „Schöpf-Kelle“ (Hanoier Str. 70) feierlich präsentiert und die besten Fotos darüber hinaus prämiiert.
Anliegen der Medienwerkstatt des LEO-Projektes ist es, dass sich Kinder kreativ IHRE Silberhöhe aneignen, sie damit besser kennenlernen und sich so mit ihrem Stadtteil identifizieren können.
Das Besondere an den beiden Filmen: Der eine wurde von deutschsprachigen Mädchen und Jungen auf deutsch gedreht. In der anderen Gruppe beschäftigten sich kleine, aufgeweckte Neuankömmlinge mit arabischem Hintergrund mit ihrem neuen Zuhause – in ihrer Sprache.
Begeistert sind eigentlich alle Kinder von der Ruhe und dem Grün im Stadtviertel. Und immer wieder fallen die Worte „Schöpf-Kelle“ und „Blauer Elefant“, die gerade für Knirpse sehr viele Angebote bereit halten. Nicht so begeistert sind die jungen FilmemacherInnen u.a. von Unrat im Freien, Leerstand und schlecht besprühten Wänden.
Die Medienwerkstatt findet durchschnittlich an 3 Tagen in den Schulferien statt und wird bis 2018 mit Unterstützung der „Aktion Mensch“ weiter geführt.

Jeden 1. Freitag im Monat: „Willkommensfrühstück“

DKSB lädt geflüchtete und deutsche Familien seit Mai regelmäßig zum Austausch ein

Willkommensfrühstück,-Foto-DKSBSeit Mai dieses Jahres bittet der „Blaue Elefant“ des Deutschen Kinderschutzbundes jeden ersten Freitag im Monat Flüchtlings-Familien zwischen 10 und 12 Uhr zu einem „Willkommensfrühstück“. Auch deutsche und schon länger ansässige Migranten-Familien sind geladen. Etwa 30 Personen aus dem Nahen Osten, Afghanistan und Nordafrika sitzen dann zusammen an einem Tisch, essen bevorzugt heiße Waffeln und Obst, trinken Kaffee, Tee, Saft oder Wasser und tauschen sich über ihre Erfahrungen sowie über ihren Alltag aus.
Das sei am Anfang gar nicht so leicht gewesen, resümiert Claudia Förstermann, die Projektleiterin Migration und Integration beim DKSB. Denn da trafen doch z.T. sehr verschiedene Welten aufeinander. Mittlerweile hat man sich kennen gelernt, vertraut sich.
Neben dem Austausch ist es ebenfalls wichtig, dass sich vor allem die neu Angekommenen so schnell wie möglich und so gut wie möglich in Halle, auf der Silberhöhe und in der Einrichtung am Anhalter Platz orientieren können. Das Haus hat besonders viel für Kinder und Jugendliche zu bieten. Einige Jungen und Mädchen nehmen auch bereits an den regelmäßigen Kursen teil. Mütter haben mit ihren Babys schon die Krabbelgruppe besucht.
Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe können ebenso in Anspruch genommen werden. Man erhält allerdings auch soziale Beratung und erfährt etwas über den Alltag, die gesellschaftlichen Regeln und besonders die Kinderrechte in Deutschland.
Gern können sich noch Familien aus der Umgebung zum „Willkommensfrühstück“ dazu gesellen!

Foto: DKSB

Gudrun Haefkes Figuren kämpfen stets für das Gute

Das Theaterhaus „Anna-Sophia“ besteht seit nunmehr 13 Jahren auf der Silberhöhe

Anna-SophiaJeder liebt Märchen. Und wer kennt nicht „Zwerg Nase“, „Die 7 Geißlein“ oder „Hänsel und Gretel“…

Von jedem bekannten klassischen Märchenerzähler spielt Gudrun Haefke in ihrem Figurentheater „Anna -Sophia“ (Wittenberger Straße 24) mindestens 2 Stücke: von den Gebrüdern Grimm, Hans-Christian Andersen, Wilhelm Hauff und Theodor Storm. Seit die versierte Puppenspielerin vor 13 Jahren mit ihrem Theater auf die Silberhöhe kam, hat sie hier sage und schreibe 21 Märchen selbst inszeniert und aufgeführt. Die Figuren, die viele Kinder aus nah und fern schnell lieben lernten, sind von der Künstlerin Julia Beyer handgemacht – genauso wie die bezaubernden Bühnenbilder. Alles ist aus Naturmaterial. Und: alle Rollen ihrer Stücke spielt Frau Haefke selbst.
Diese 3 Märchen liebt die Intendantin besonders: „Die Geschichte der kleinen Frau“ (Holger Friedrich), „Die Regentrude“ (Theodor Storm) und „Kalif Storch und die Djinna“ (nach dem Märchen von Wilhelm Hauff). Prinzessinen-Märchen sind nichts für Gudrun Haefke. Menschliche Erlebnisse und Erfahrungen, der Kampf der Leute aus dem Volk für das Gute und gegen das Böse, die Entwicklung der Persönlichkeit – gegen alle Widerstände und auch aus einer scheinbaren Niederlage heraus – sowie die Wahrhaftigkeit und Authentizität in der menschlichen Natur faszinieren Gudrun Haefke an den Stücken, die sie auswählt. Deshalb ist sie auch der festen Überzeugung, dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind, sondern dass auch Erwachsene aus den Geschichten etwas lernen können.

Foto: Theaterhaus “Anna-Sophia”

Top-fit, schlank und gesund durch kleinen weißen Ball

Interessierte jederzeit bei der Abteilung Tischtennis des TSV Halle-Süd willkommen

TSV-Halle-SüdEs gibt Sportarten, die machen – vor allem in Geselligkeit – sehr viel Spaß, halten top-fit, benötigen nicht viel Platz und kosten nicht die Welt. Und besonders als Frau kann man sich eigentlich die teure monatliche Fitnesstudio-Gebühr sparen, um sich mit geringerem körperlichen Aufwand trotzdem schlank zu trainieren.
Die Rede ist von einem schnellen, reaktionsfordernden Spiel mit einem kleinen weißen Ball: Tischtennis. Und wer hat´s erfunden? Die Chinesen? Na, zumindest gehören ihre TischtennisspielerInnen zu den besten der Welt.
Nicht ganz so hohe Ziele setzen sich die etwa 40 Mitglieder der Abteilung Tischtennis des TSV Halle-Süd. Aber, so Holger Müller, deren Leiter, der Verein sei immerhin mit 2 Stadtoberliga-Mannschaften, 1 Stadtliga-Mannschaft sowie einer 1. und 2. Mannschaft in der Stadtklasse präsent. Darüber hinaus gebe es 1 Jugendmannschaft. „Wir spielen im höheren Freizeit-Niveau“, so Holger Müller.
Die Abteilung Tischtennis gehört zu den Gründungs-Sektionen des TSV Halle-Süd, der seit 1983 existiert. Der jüngste Spieler ist etwa 20 Jahre alt, der älteste sage und schreibe 78. Trainiert wird in der Turnhalle der Grundschule Hanoier Straße. Die Jugend trifft sich hier jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr. Die Erwachsenen spielen mittwochs und freitags von 18 bis 22 Uhr sowie donnerstags von 18 bis 20 Uhr.
Zurzeit ist Punktspiel-Saison. Jedes Jahr im Juni liefert man sich zudem mit Betreuern und Jugendlichen des „Blauen Elefanten“  zünftige Runden. Und wer nun Lust bekommen hat, sich das Ganze einfach mal zu erschnuppern, der kann gern zu den  Trainingszeiten vorbei schauen!

Weihnachtsessen 2016 in Gemeinde „St. Marien“

Das Weihnachtsessen am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember, für alleinstehende und bedürftige Menschen aus unserer Nachbarschaft in der katholischen Gemeinde „Sankt Marien“ (Brauhausstraße 10) ist bereits zu einer guten Tradition geworden. Auch in diesem Jahr lädt die Bürgerinitiative (BI) Silberhöhe dazu herzlich ein.
Dank der finanziellen Unterstützung der Wohnungsgesellschaften, die Wohnungen auf der Silberhöhe vermieten, und weiterer Unternehmen und Einrichtungen sowie dank der Spenden zahlreicher Einzelpersonen  wird das weihnachtliche Essen im Ambiente der Gemeinde „St. Marien“ ermöglicht. Herr Gerner, Caterer, hat uns auch in diesem Jahr die Zusage für das Erstellen des sicher sehr leckeren Weihnachts-Menüs gegeben. Erfreuen möchten wir die Gäste ebenfalls wieder mit einer kleinen Tombola.
Einladungen für das Weihnachtsessen 2016 werden beim Kinderschutzbund (Anhalter Platz 1), im Sozialkaufhaus der Caritas (Theodor-Weber-Str. 10) und in der „Schöpf-Kelle“ (Hanoier Str. 70) hinterlegt.

BI Silberhöhe

Bildungswochen 2017 – weitere Akteure gesucht

Vom 10. bis zum 25. März 2017 finden in Halle die 6. „Bildungswochen“ statt. Sie sind Teil der weltweiten Initiative „Internationale Wochen gegen Rassismus“. Thema ist 2017 erneut: „100 % Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus“.
Gesucht werden noch Akteure, die  sich mit diversen Angeboten für Menschen jeden Alters sowie jeglicher sozialen und ethnischen Herkunft an der inter-kulturellen Veranstaltungsreihe beteiligen möchten.
Zahlreiche Diskussionen, Zeitzeugen-Gespräche, Vorträge, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Seminare oder Workshops, Tanz-, Theater- oder Filmvorstellungen, Sport- oder Koch-Events widmeten sich während der vergangenen Bildungswochen Themen, wie z.B. Toleranz, Menschenwürde und Rassismus.
Anmelden können sich Vereine, Initiativen und sozio-kulturelle Einrichtungen, die an den Bildungswochen 2017 teilnehmen möchten, über die E-Mail-Adresse bildung@halle-gegen-rechts.de oder über die  FAX-Nr. 0345/279807-11.