Stadtteilzeitung Ausgabe 01-2017

Für ein Glas Honig fliegen Bienen 3 Mal um die Erde

SchülerInnen der Klasse 4 B der FÖS „Astrid Lindgren“ imkern seit 2015 mit Leidenschaft

Bienen sind ein fleißiges Völkchen. Sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühling aus den Wolken hervor lugen, schwärmen sie aus und suchen nach Blüten in fröhlichen Farben, um Pollen zu sammeln. Im Garten der Förderschule (FÖS) für Geistigbehinderte „Astrid Lindgren“ (August-Lamprecht-Straße 15) taten sie das in diesem Jahr sogar schon sehr zeitig, nämlich Mitte Februar. Hier leben 3 Völker mit im Sommer bis zu 60 000 Bienen.
Seit 2015 betätigen sich Jugendliche der Klasse 4 B (Berufsschulstufe) leidenschaftlich als Imker. Angst vor den stacheligen Hautflüglern haben sie nicht. Die SchülerInnen lernen 6 Stunden pro Woche in den Bereichen Leben/Wohnen sowie Umwelt/Öffentlichkeit ganz viel über Bienen, darüber, wie die Insekten leben, wie man sie hegt und pflegt und wie  Honig gemacht wird. Sie haben u.a. Insektenhotels aus Ton plus Holz  gebaut, sie schleudern den Honig und füllen ihn ab. Und sie haben 2016 eine Bienenweide angelegt. Das heißt, bis zum Sommer werden hier wieder Akelei, Fetthenne, Sonnenblumen, Robinien, Ahorn, Weiden sowie ein Apfelbäumchen blühen.
Ohne die Bienen gäbe es keine Früchte – und natürlich auch keinen Honig. Für ein 500-Gramm-Glas müssen sie übrigens 120 000 Kilometer fliegen, also etwa 3 Mal um die ganze Erde. Die Pflanzen im „Grünen Klassenzimmer“ wiederum garantieren, dass der „Lindgreenhonig“ seinen goldgelben bis bernsteinfarbenen Glanz erhält.
Angeregt wurde das Imker-Projekt an der Förderschule durch Hobby-Bienenzüchterin Gabriele Huber-Schabel, die am Südstadtgymnasium ein ähnliches Projekt leitet. Schulleiterin Dr. Roswitha Sommerfeld sowie Pädagoge Jens Willems betreuen die jungen Leute beim Imkern. Selbst früher keine Bienenzüchter, sind sie mittlerweile in diese Tätigkeit hineingewachsen und begeisterte Imker, haben ihr ganzes Team dabei hinter sich. Es gibt Kontakte zu weiteren Bienenzüchtern im Stadtgebiet, die Schule ist Mitglied im Imkerverband. Im vergangenen Jahr hat sie vom Land Sachsen-Anhalt eine Imker-Grundausrüstung im Wert vom 1000 Euro erhalten.
In diesem Jahr möchte man ein Bienen-Tagebuch beginnen. Und auf längere Sicht ist geplant, Kosmetik aus Propolis (von den Bienen hergestellte harzartige Masse) zu produzieren.

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Foto: FÖS “Astrid Lindgren”
(Arbeiten am Bienenvolk)

Das Stadtteilfest 2017 findet am 10. Juni statt

Gemeinsam mit vielen Partnern – dem E Center, den Wohnungs- sowie anderen Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden – bereitet die Bürgerinitiative (BI) Silberhöhe gerade das nächste Stadtteilfest „Menschen für Menschen“ für den 10. Juni (11 – 17 Uhr) vor. Der Festort befindet sich erneut um das E Center in der Weißenfelser Straße/ Ecke Silbertaler Straße herum.
Viel Beliebtes und alt Bewährtes, wie z.B. die Präsentierung der Angebote von Vereinen und Einrichtungen, der Kuchenbasar sowie ein buntes Kultur-Programm auf der Bühne und viele Überraschungen für Kinder, ist wieder  geplant. Für zahlreiche Aktionen wird ebenso gesorgt wie für das „leibliche Wohl“. Erlöse aus den Spendenbüchsen, dem Kuchenbasar und aus Versteigerungen attraktiver Dinge werden wieder für die Verschönerung der Silberhöhe genutzt. Mehr dazu in der Mai-Ausgabe!

Über finanzielle Unterstützung und gute Ideen von BürgerInnen freut sich die BI! Bankverbindung: Bürgerinitiative Silberhöhe; Saalesparkasse; IBAN: DE 77800537620385200399; Verwendungszweck: Stadtteilfest 2017
Ideen und Vorschläge an die Bürgerinitiative Silberhöhe: über „Schöpf-Kelle“, Hanoier Str. 70, 06132 Halle

Von Silberader über Stahllabyrinth bis Streuobstwiese

Vorschläge an das Forum Silberhöhe zum Aufruf der Stadt zu „knackigen“ Projektideen

Die Stadt Halle hatte im Dezember dazu aufgerufen, Projektideen für eine noch attraktivere Waldstadt Silberhöhe einzureichen.  Viele Mitglieder des Forums Silberhöhe und weitere Interessierte haben inzwischen interessante Vorschläge gemacht. Die Ideen werden nun dahingehend von der Verwaltung geprüft, ob eine Realisierung über verschiedene Förderprogramme (z.B. „Soziale Stadt“) möglich ist. Hier einige Vorschläge:
Da die hier angepflanzten Wälder fast nur aus Bäumen bestehen, sollte der Waldrand ergänzt werden durch Sträucher wie Ginster oder Hagebutten und – als Mehrwert für die BewohnerInnen – durch Haselnuss, Walnuss, andere Nuss-Sorten, Esskastanien (Maronen) sowie kleine Streuobstwiesen zum Naschen.
Die hiesigen Imker meinen: „Die vorhandenen Grünanlagen bieten dem Auge des Betrachters zu wenig Farbe. Der Rasen bietet auch ökologisch wenig für Tiere.“ An mehreren Stellen in der Grünanlage sollten demnach je ca. 500 qm Fläche umgegraben und  Wildblumen ausgesät werden. Darunter beliebte Sorten wie roter Mohn und blaue Kornblumen.
Jemand schlägt vor, ein Labyrinth aus Stahlplatten zu bauen, das von Graffiti-KünstlerInnen sowie Jugendlichen und SchülerInnen aus der Silberhöhe  wechselnd künstlerisch gestaltet werden könnte.
Ein weiterer Bewohner wünscht sich ein ganz besonders großes, einfarbiges Blumenmeer als Farbtupfer für die Silberhöhe und Magnet für BesucherInnen. So sollten Stadt und BürgerInnen in den nächsten Jahren hunderttausende Blumenzwiebeln  pflanzen (Tulpen, Narzissen o.a.).
Der Kammeroper e.V. hat vor, eine barrierefreie Terrasse für kostenfreie Musikveranstaltungen im Sommer in seinem Domizil in der Straße der Waggonbauer einzurichten.
Jemand hat die Idee, eine kleine, flache Rinne durch die ganze Waldstadt zu graben und mit silberfarbenem Material auszufüllen – als „roter Faden“ durch die Silberhöhe und Anziehungspunkt für Touristen.
Und Diplom-Emaillegestalterin Heike Lichtenberg hat einige gute Ideen für weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum der Silberhöhe, von denen sie eines gern wieder gemeinsam mit Jugendlichen gestalten würde.

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Foto: Gabriele Bräunig
(Mohnfeld)

„Blauer Elefant“ ist Liebling junger SilberhöherInnen

Einrichtung des DKSB wird im März 25 Jahre alt – Auch 2017 zahlreiche Höhepunkte

Der Deutsche Kinderschutzbund  Halle wird am 25. März 25 Jahre jung und trägt im Oktober dieses Jahres seit 20 Jahren das Gütesiegel „Blauer Elefant“. Damit war das Haus am Anhalter Platz 1 die erste Einrichtung in den neuen Bundesländern, die diese Zertifizierung erhielt.
Darauf und auf die zahlreichen Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, die in den vergangenen 25 Jahren hier geschaffen wurden, kann das Team sehr stolz sein. Besonders stolz ist Christian Kühne, seit 2014 Leiter des „Blauen Elefanten“, darauf, dass er über eine Vielzahl an fest angestellten und über Projekte tätigen sowie ehrenamtlichen, motivierten MitstreiterInnen verfügt, die dem DKSB trotz schwieriger Zeiten z.T. über die ganzen Jahre hinweg bis heute treu geblieben sind. Sie wissen, wie überaus wichtig die Beratungs- plus Freizeitangebote für die BewohnerInnen der Silberhöhe sind.
Angefangen hat alles 1992 unter Leitung von Brunhilde Ott mit einem Jugendberatungszentrum, woraus sich nach und nach eine bedeutende Einrichtung mit Möglichkeiten zur Familienbildung, mit Jugend- und Elterntelefon, Angeboten zur frühkindlichen Bildung sowie dem Einsatz von SchulsozialarbeiterInnen entwickelte. Wichtige Etappen waren ebenso die Sanierung des Gebäudes, das RTL-Event zum 20. Jubiläum oder das jährliche „BiBo“-Festival.
In diesem Jahr steht dieses Festival (nun unter dem Titel „Move ´n´ Culture“) wieder vom 4. bis 10. September an. In den großen Ferien startet die Familienfahrt. Und im September wird es zum Weltkindertag am 20. September und anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des DKSB ein großes Familienfest geben.

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Foto: Gabriele Bräunig
(DKSB-Gebäude)

Frühjahrsputz 2017 am 1. April von 10 – 14 Uhr

Die Stadt Halle (Saale) ruft gemeinsam mit der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH alle EinwohnerInnen auf, sich zwischen dem 31. März und dem 9. April am Frühjahrsputz 2017 zu beteiligen. So planen das Quartiermanagement Süd und der Gesundheitssportverein Halle, am 1. April von 10 bis 14 Uhr die Außenanlagen an der Turnhalle Albert-Dehne-Straße in Ordnung zu bringen. BürgerInnen, Vereine, Initiativen, Unternehmen oder Hausgemeinschaften der Silberhöhe können gern mitmachen.
Alle Aktionen werden vom städtischen Dienstleistungszentrum Bürgerengagement (DLZ) koordiniert. Weitere geplante Aktionen können bis zum 28. März dort angemeldet werden. Nähere Informationen, ein Anmeldeformular und alle angemeldeten Aktionen sind auf www.halle.de abrufbar.
Kontakt zur Stadt: Dienstleistungszentrum Bürgerengagement;
Tel.: 0345/2211-115 oder -116;
E-Mail: dlz-buergerengagement@halle.de

Sich austauschen, unterstützen und Freunde finden

LEO-Projekt „Café Schöpf-Kelle“ – nun auch Nachmittagstreffs und arabischer Tanz

Eine fremde Sprache lernt man am besten in regelmäßigen Gesprächen und Aktivitäten mit Muttersprachlern. Diese Gelegenheit nutzen seit Mai 2016 gern die BesucherInnen des Deutsch-Sprachkurses der „Schöpf-Kelle“ sowie arabisch-sprachige Teilnehmende an den LEO-Familienfahrten.
Anfänglich kamen jeden Donnerstag zwischen 10 und 11.30 Uhr 4 syrische Frauen und Männer zum „Café Schöpf-Kelle“ (ehemals „Elterncafé“) in die Hanoier Straße 70, um sich auszutauschen, sich zu unterstützen und gemeinsam Kaffee zu trinken. Zeitweise waren es sogar durchschnittlich 7 bis 12 Personen. Inzwischen sind viele jedoch tagsüber in Sprachkursen integriert. Daher treffen sich seit Mitte Februar die Frauen nun auch nachmittags zum Austausch und zum arabischen Tanz.
Bereits seit November finden regelmäßig Informationsgespräche im Café statt. Und bei den Treffen suchen die TeilnehmerInnen natürlich auch öfter Rat bei LEO-Projekt-Koordinatorin Katja Friedrich vom DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Ahlam, die vor etwa 1 1/2 Jahren mit ihren 4 Kindern aus Aleppo nach Deutschland kam, ist überaus fleißig, um immer besser unsere Sprache und die deutsche Kultur kennenzulernen. Ahlam heißt Traum, und die Kurdin hat auch einen Traum: Sie möchte später einmal in einem Café oder Restaurant arbeiten und so zum Familien-Einkommen beitragen.
Im März werden sich die Damen mit einem Arabisch-Tanzkurs sowie zweisprachigem Lesenachmittag für Kinder an den „Bildungswochen gegen Rassismus“ beteiligen. Interessierte Frauen und Mädchen können  dafür ab sofort mittwochs ab 16  Uhr zum Arabisch-Tanzkurs kommen!

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Foto: LEO-Projekt des DRK
(Interkulturelles Familienfrühstück)

9. Forum Silberhöhe fand am 22. Februar statt

Am 22. Februar haben sich die TeilnehmerInnen im Forum Silberhöhe auf der mittlerweile neunten Sitzung bei der HW FREIHEIT eG über aktuelle Entwicklungen in der Waldstadt Silberhöhe ausgetauscht und zukünftige Projekte im familienfreundlichen Stadtteil beraten.
Zum Thema Sicherstellung der Unterrichtsversorgung an den Schulen im Stadtteil war Landes-Bildungsminister Marco Tullner (CDU) als Gesprächspartner eingeladen. Der neue Geschäftsführer der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG), Jürgen Marx, nutzte die Gelegenheit, um seine Zielvorstellungen für die Waldstadt bekannt zu geben.
Mit Spannung wurde zudem die Vorstellung des städtischen Handlungskonzeptes „Soziale Stadt“ erwartet.
Eine ausführliche Berichterstattung erfolgt aus redaktionellen Gründen in der nächsten Ausgabe der Stadtteilzeitung.

Johannes Streckenbach

Heute über 40 Kurse für alle Generationen im Angebot

„Schöpf-Kelle“ ist froh und stolz, dass sich mehr als 50 Ehrenamtliche hier engagieren

„Ohne die Ehrenamtlichen würden die Angebote für alle Generationen in unserem Haus gar nicht laufen. Die Angebote wiederum sind sehr wichtig für das soziale Klima in der Silberhöhe“, antwortet Annette Wunderlich auf die Frage, welche Bedeutung freiwilliges Engagement für die Aufrechterhaltung der mehr als 40 Kurse in der „Schöpf-Kelle“ (Hanoier Straße 70) hat.
Für die Arbeit der Ehrenamtlichen ist die Leiterin des Familienzentrums sehr dankbar. Denn mindestens 50 Damen und Herren sorgen dafür, dass Kinder, Jugendliche, SeniorInnen sowie Familien in den Bereichen Kunst, Sport oder Bildung in der „Schöpf-Kelle“ das finden, was sie interessiert. Zudem gibt es u.a. das Elterncafé, den Jugendklub, die Fahrradwerkstatt sowie zahlreiche Einzelveranstaltungen zu politischen und kulturellen Themen sowie Ausstellungen.
Froh ist Annette Wunderlich ebenfalls darüber, dass sich seit einiger Zeit auch externe Aktive im Haus einbringen. So gestalten Kunst-Pädagogik-StudentInnen z.B. regelmäßig mit Kindern Kreatives. Das „Deutsch-Café“ wird durch die Amnesty International-Hochschulgruppe der MLU durchgeführt. Jeden Dienstag können bedürftige Menschen in der „Schöpf-Kelle“ beim Silberhöher Mittagstisch gut und preiswert speisen. Und ein Syrer bietet seit November interkulturelles Box-Training anbieten.
Seit 1994 gibt es die „Schöpf-Kelle“ (SKV Kita gGmbH). Etwa 15 Frauen und Männer begannen hier einst ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Zu den treuesten MitstreiterInnen zählen bis heute Birgit Leibrich von der Gruppe „Aktiv im Ruhestand“, Klaus Naumann, der u.a. Schach und Skat betreut, oder Helga Deutscher von der Töpferei.

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Foto: Gabriele Bräunig
(Birgit Leibrich, Gruppe “Aktiv im Ruhestand”)

Kostenlose Verhütungsmittel über Modellprojekt

Pro familia berät und unterstützt einkommensschwache Frauen auf der Silberhöhe

Im Jahr 2015 hat sich der pro familia-Bundesverband im Rahmen einer Kampagne für eine deutschlandweit einheitliche Regelung stark gemacht, nach der Frauen im ALG II-Bezug oder mit niedrigem Einkommen einen Rechtsanspruch auf kostenlose Verhütungsmittel haben sollten. Denn Studien belegen, dass diesen Frauen das Thema Verhütung zwar wichtig sei, dass sie aber aus finanziellen Gründen eher auf sichere, aber teure Verhütungsmittel verzichteten oder zu preiswerten, weniger zuverlässigen Verhütungsmitteln griffen. Das führt oft zu ungewollten Schwangerschaften.
Seit Januar gibt es das bundesweite Modellprojekt „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“, an dem sich unter 7 pro familia-Standorten in der BRD auch die Beratungsstelle auf der Silberhöhe (Gesundheitszentrum Wilhelm-von-Klewiz-Straße 11) beteiligt. Gefördert wird das Pojekt vom Bundesfamilienministerium; es läuft bis Mitte 2019.
Frauen mit  Wohnsitz in Halle sowie Anspruch auf Sozialleistungen müssen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel nun nicht mehr selbst tragen – auch wenn sie älter als 20 Jahre sind. Zu diesen Verhütungsmitteln zählen u.a. die Pille oder die Pille danach, die Kupfer- oder die Hormonspirale, die Depotspritze, das Verhütungspflaster oder das Hormonimplantat. Der Frauenarzt entscheidet gemeinsam mit der jeweiligen Frau, welches Verhütungsmittel das geeignetste für sie ist. Mit dem Rezept geht sie dann zu pro familia. Die Beratungsstelle arbeitet eng mit Ärzten und Apothekern vor Ort zusammen.
Kontakt: Tel. 0345/7748242; Mail: biko.halle@profamilia.de

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Foto: Gabriele Bräunig
(Franziska Rehwald und Nadja Tripel von pro familia)

„Und die Moral von der Geschicht´…“ immer mit dabei

Theater-AG an Grundschule Hanoier Straße probt zurzeit fleißig für ihr neues Stück

Ein kleiner „Oscar“ steht niegelnagelneu auf dem Klavier, und es scheint so, als probten die 12 Mädchen und Jungen der Theater-AG an der Grundschule Hanoier Straße an diesem Mittwochnachmittag Ende Januar noch freudiger als sonst. Denn den „Oscar“ erhielten die jungen SchauspielerInnen kürzlich als Anerkennung für ihren Auftritt zum Thalia-Fasching unter dem diesjährigen Motto „Kino, Kino“. So etwas motiviert natürlich!
Sich ausprobieren, aus sich heraus gehen, Alltagsprobleme kreativ-konstruktiv lösen, auch Disziplin üben, soziale Kompetenzen erwerben und manchmal eine kleine Niederlage  einstecken – seit beinahe 6 Jahren können all dies die SchülerInnen der Grundschule Hanoier Straße beim Theaterspielen.  Die Arbeitsgemeinschaft ist innerhalb des Projekts „Max macht Oper“ der Bürgerstiftung Halle entstanden und wird jetzt im Rahmen des Programms „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. gefördert.
Auch in diesem Schuljahr denken sich die kleinen Mimen unter Leitung von Schauspieler Vincent Göhre und Puppenspielerin Lena Wimmer ein neues Stück aus. Das hat vielleicht wieder etwas mit Zirkus, Märchen, Prinzessin oder Meerjungfrau zu tun, aber immer ebenso mit Familie oder Freundschaft. Zur Zeit ist noch ungewiss, wie sich das Stück über das Schuljahr hinweg entwickelt, was sehr spannend ist. Sicher ist jedoch, dass  jede der erdachten Geschichten eine Moral beinhaltet. Und fest steht, dass alle Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen zum „Tag der offenen Tür“ am 22. Juni wieder etwas ganz Besonderes von den Kindern zu sehen bekommen.

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Foto: Gabriele Bräunig
(Theater-AG Grundschule Hanoier Straße)

„Vom Silbermond zur Waldstadt“ – Ein stimmungsvoller Rundgang

Der informative Kunststadtplan „Kunst findet Stadt“, Route 8, ist im Februar für die Silberhöhe erschienen

„Vom Silbermond zur Waldstadt“, so nennt sich der neue handliche Kunststadtplan der Saalestadt, der kürzlich für die Silberhöhe erschienen ist. Startpunkt der Route 8 des Projektes „Kunst findet Stadt“ ist die Gustav-Staude-Straße, Endpunkt der S-Bahnhof Silberhöhe. Auf der Gesamtstrecke des Rundgangs kann man ganz individuell und im eigenen Tempo die Spuren erkunden, die Kunstschaffende in der Waldstadt hinterlassen haben: Seien es AbsolventInnen und DozentInnen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein oder Teilnehmende an einem internationalen Symposium.
So findet sich in der Hanoier Straße die „Familie Silberberg“ (Bild 1 unten links), an der Staude-Straße u.a. das „History of peace“ (Bild 2) und die „Badende“ (Bild 3) oder die „Grabungsstädte“ an der Erich-Kästner-Straße (Bild 4).
Laut Auskunft der Stadt kann man  inzwischen anhand von 8 Kunstführern ca. 130 Plastiken, Skulpturen, Wandmalereien, Brunnengestaltungen und Installationen  im öffentlichen Raum der Stadt Halle bestaunen.
Alle Kunststadtpläne sind für je 2,50 Euro in der Moritzburg, im Stadtmuseum und in der Tourist-Info beim Stadtmarketing erhältlich.

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Grafik: Sisters of Design 2017
(Kunststadtpläne)

Nachwuchsarbeit ist auch 2017 Schwerpunkt beim TSV Halle-Süd e.V.

Erfolgreich und mit großen Schritten geht Sportverein im halleschen Süden auf sein 35. Jubiläum im Jahr 2018 zu

2016 war für den Sportverein TSV Halle-Süd ein erfolgreiches Jahr. Durch die intensive Nachwuchsarbeit der vergangenen Zeit konnte u.a. ein neues Angebot für Kinder, nämlich die „Ballkids“ bei den „Minis“, ins Leben gerufen werden – um schon den Kleinsten genügend gesunde Bewegung im Alltag zu ermöglichen. Zudem wurden den erwachsenen SportlerInnen zusätzliche Trainingszeiten angeboten.

Pokal eingeheimst
Erfreulicherweise hat sich auch die Mitgliederzahl des Vereins im letzten Jahr bei ca. 250 Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern stabilisiert. Darüber hinaus wurde der TSV – unter Regie der Abteilung „Fit & gesund“ – teilnehmerstärkste Mannschaft bei der „MZ“-Radparty sowie beste Gruppe beim 10 Kilometer-Walking im Rahmen des Mitteldeutschen Marathons. Und beim „Tischtennisturnier der Generationen“ gemeinsam mit dem DKSB hat die Abteilung „Fit & gesund“ den Pokal 2016 gewonnen.

Sportbegeisterte willkommen
Auch 2017 möchte der Sportverein aus dem halleschen Süden seine Kinder- und Jugendarbeit ausbauen. Aber ebenso Erwachsene und SeniorInnen, die Spaß an Tischtennis, Volleyball und Gewichtheben/Kraftsport (Freizeit- und Wettkampfsport) haben oder sich in einer Laufgruppe oder bei Gymnastik bzw. Aroha in Form halten wollen, können regelmäßig – und preiswert – beim TSV Halle-Süd trainieren. Hauptspielstätte: Turnhalle der Grundschule Hanoier Straße.
Natürlich wird auch gemeinsam gefeiert, jährlich ein großer Ausflug unternommen.

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Foto: Gabriele Bräunig
(TSV Halle-Süd, Abzteilungen Volleyball + Tischtennis)

Heike Lichtenberg – Kunst für die Silberhöhe

Wer kennt sie nicht, die kleine, kunterbunte Familie mit Hund, die fröhlich durch die Hanoier Straße zu spazieren scheint. Im Jahr 2012 wurde dieses hübsche Skulptur am Familienzentrum „Schöpf-Kelle“ eingeweiht – entwickelt und geschaffen durch die Diplom-Emaillegestalterin Heike Lichtenberg, gemeinsam mit Jugendlichen aus der Silberhöhe. Die „SilberWerkstatt“ war damals ein Teil des Projektes „SilberStreif“.
Doch Heike Lichtenberg hat seit über 10 Jahren weit mehr künstlerische Spuren im Stadtteil hinterlassen. Denn seit dieser Zeit leitet die gebürtige Rathenowerin den Mal- und Zeichenzirkel für Erwachsene in der „Schöpf-Kelle“, und die Damen und Herren haben die BewohnerInnen der Silberhöhe bereits des Öfteren mit illustren Ausstellungen ihrer Werke erfreut.
Kunst im öffentlichen Raum liegt der freischaffenden Emaillegestalterin besonders am Herzen. Genügend Ideen hat sie für weitere Arbeiten, die sie mit SchülerInnen des Quartiers auch in Zukunft gestalten könnte. Damit möchte sie junge Menschen frühzeitig an Kunst heranführen, was ihrer Meinung nach „noch nie jemandem geschadet“ hat. Die Jugendlichen würden durch die kreative Tätigkeit ihre Talente entdecken, bekämen Anerkennung für ihr Tun und dadurch mehr Selbstbewusstsein, wären so motiviert für eine eventuelle berufliche Laufbahn in dieser Richtung. (Fast alle der 5 TeilnehmerInnen der „SilberWerkstatt“ hatten nach der Schule eine Ausbildung im künstlerischen Bereich aufgenommen.)

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Foto: privat
(Heike Lichtenberg)